Die Macht der Sprache im Vorstellungsgespräch

Ein Gastartikel von Chiara Alzati.

Worte machen immer den Unterschied, auch im Vorstellungsgespräch. Doch viele Bewerber sind sich der Macht der Worte nicht (genug) bewusst.

Heute will ich Ihnen ein paar rhetorische Tipps geben, mit denen Sie in Ihrem nächsten Vorstellungsgespräch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Bewerbern gewinnen können. Das Ziel dabei ist es, eine “emotionale Brücke” zwischen Ihnen und dem Recruiter zu bilden.

Nutzen Sie eine emotionale Sprache

Mit Fachkompetenz allein können Sie Personaler nicht überzeugen: Personaler wollen mehr, sie wollen emotional bewegt werden. Achten Sie darauf, daß Ihre Worte eine emotionale Verknüpfung mit den Personalern herstellen. Worte wie Weg, Mission, Ziel, Errungenschaft und Leidenschaft eignen sich gut, um eine emotionale Verbindung zu schaffen.

Beispiele:

  • Ich bin mir sicher: ich habe den richtigen beruflichen Weg gewählt.
  • Meine Mission ist es, Firmen beim Einsatz der Technologie XYZ zu unterstützen.
  • Ich habe ein Ziel im Leben, und zwar mich als XYZ ständig weiter zu entwickeln.
  • Bis jetzt war mein Diplom in XYZ meine größte Errungenschaft.
  • Neue Software zu entwickeln ist für mich kein Job, sondern eine Leidenschaft.
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Verbinden Sie Ihre Sprache mit der Ihres Arbeitgebers

Es gibt immer viele verschiedene Weisen, etwas zu sagen. Treffen Sie Ihre Auswahl am besten so: verbinden Sie Ihre Sprache mit der Sprache der Personaler. Nutzen Sie zum Beispiel dieselben Worte, die in der Webseite des Arbeitgebers bzw. in der Stellenanzeige eingesetzt werden.

Heißt es zum Beispiel auf der Webseite, dass die Firma, “Jobs, die bewegen” anbietet, dann sagen Sie, dass Sie sich dort beworben haben, weil Sie auf der Suche nach einem Job sind, der Sie (und andere Menschen) bewegt.

Sucht die Firma nach einem “Vollblut-Recruiter”, dann können Sie sagen, dass Sie sich dort beworben haben, weil Sie ein Vollblut-Recruiter sind.

Machen Sie Ihre Sprache konkret

Personaler mögen abstrakte Begriffe überhaupt nicht. Solchen Begriffe sind nicht greifbar, und im schlimmsten Fall werden Personaler ungeduldig und verlieren Interesse an dem Bewerber.

Wenn Sie zum Beispiel langjährige Erfahrung im Bereich Softwareentwicklung haben, sagen Sie besser nicht, dass Sie ein “Profi” in diesem Bereich sind. Seien Sie konkret: beschreiben Sie genau, welche Software Sie entwickelt haben, wie viel Zeit Sie dafür gebraucht haben, welchen Hindernissen Sie begegnet sind und wie Sie diese überwunden haben. Genau das macht es für die Personaler anschaulich, dass Sie ein Profi in Ihrem Bereich sind.

Wenn Personaler Sie fragen, was Ihre Stärken sind, sagen Sie nicht einfach, dass Sie kontaktfreudig, fleißig, zielstrebig usw. sind. Erzählen Sie zu jeder Stärke, die Sie nennen, eine kurze Geschichte, in der Sie Ihre Kontaktfreude, Ihren Fleiß, Ihre Zielstrebigkeit usw. demonstrieren. Geben Sie den Menschen, die in der Geschichte eine Rolle spielen, immer einen Namen. Je konkreter, desto besser!

Der Weg zur erfolgreichen Sprache im Vorstellungsgespräch

Emotional, verbunden und konkret: so sollte Ihre Sprache beim nächsten Vorstellungsgespräch sein.

Wenn Sie mehr über die Macht der Worte erfahren möchten und weitere Tipps zum erfolgreichen Vorstellungsgespräch erhalten wollen, dann reservieren Sie Ihren Platz bei unserem Workshop am 26. November in Karlsruhe!

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